Die cv.GO Rotationseinheit im Einsatz: Wie SICK, KNAPP und cellumation den Materialfluss neu denken

Die cv.GO Rotationseinheit von cellumation dreht Behälter auf kleinstem Raum um 90° – schnell, prozesssicher und ohne zusätzlichen Platzbedarf. Am Standort Kunsziget in Ungarn sorgen vier cv.GO-Rotationseinheiten dafür, dass SICK, gemeinsam mit Generalintegrator KNAPP, den Übergabepunkt zum neuen automatisierten Kleinteilelager (AKL) zuverlässig meistert.

Herausforderung bei Sick

Steigende Durchsatzanforderungen, beengte Platzverhältnisse und der Anspruch an flexible, skalierbare Systeme

SICK ist einer der weltweit führenden Hersteller von Sensorlösungen für die industrielle Automatisierung. Doch auch ein Technologieführer stößt an eigene Grenzen: Am Standort Kunsziget wuchsen die Kapazitätsanforderungen kontinuierlich, bis das bestehende Lager an seine Grenzen kam. Gemeinsam mit dem Generalintegrator KNAPP entschied sich SICK für den Bau eines neuen, automatisierten Kleinteilelagers (AKL) als Herzstück der internen Materialversorgung.

„Wir wachsen ständig, Jahr für Jahr und in 2020 war unser Lager schon voll. Wir haben nach innovativen Lösungen gesucht und dann haben wir die Firma KNAPP gefunden, wer uns unterstützt hat das neue Lager, das automatisierte Kleinstteillager zu bauen.”

Laszlo Varga, Head of Supply Chain Management | Global Supply, SICK AG

In der Detailplanung zeigte sich jedoch: Am Übergabepunkt zum Lager war eine Speziallösung gefragt. Zwei unterschiedliche Behältergrößen mussten mit unterschiedlicher Ausrichtung zuverlässig gehandhabt werden – große Behälter (600 x 400 mm, bis 35 kg) mussten auf engstem Raum um 90° von längs auf quer gedreht werden, kleinere Behälter (400 x 300 mm, bis 15 kg) sollten geradeaus weiterlaufen.

„Der begrenzte Platz und die Notwendigkeit einer schnellen, zuverlässigen Drehung der Behälter waren die größten Herausforderungen.”

Laszlo Varga, SICK AG

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Die Lösung

cv.GO als kompakte Rotationseinheit

Der cv.GO ist als Rotationseinheit ein modulares Fördermodul auf Basis der celluveyor-Technologie: hexagonale Zellen mit individuell ansteuerbaren Omni-Wheels, die Behälter auf kleinstem Raum in jede beliebige Richtung bewegen und rotieren können. In Kunsziget sind vier cv.GO-Rotationseinheiten im Einsatz. Ausgelöst wird die Bewegung jeweils, sobald ein Behälter eine SICK-Lichtschranke passiert; ein hinterlegtes Bewegungsprofil übernimmt dann die exakte Drehung bzw. den Geradeauslauf.

Große Behälter werden dabei um 90° von längs auf quer gedreht, kleinere Behälter laufen geradeaus weiter – beides bei hoher Geschwindigkeit und maximaler Prozesssicherheit, direkt im Anschluss an den Abtransport ins AKL. Die individuelle Steuerbarkeit der Omniwheels erlaubt Bewegungen und Rotationen von Fördergütern auf kleinstem Raum, ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber klassischen Lösungsansätzen wie Drehtellern. Durch die flexible, modulare Bauweise entstehen keine zusätzlichen Einschränkungen in der Raumplanung.

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cv.GO IM EINSATZ

System Integration

Die Akteure

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SICK: Anwender

SICK zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Sensorlösungen für die industrielle Automatisierung. Die Stärke des Unternehmens liegt in der Kombination aus technologischer Innovationskraft und einem tiefen Verständnis für die Anforderungen der eigenen Kunden – Eigenschaften, die sich auch in der Auswahl der eigenen Technologiepartner widerspiegeln. Am Standort Kunsziget in Ungarn setzt SICK seit Oktober 2023 vier cv.GO-Einheiten als Rotation Unit am Übergabepunkt zum neuen automatisierten Kleinteilelager ein.

KNAPP: Integrator

KNAPP entwickelt und produziert intelligente Anlagensysteme unter dem Einsatz modernster Digitalisierungs-, Software-, Automatisierungs- und Robotik-Lösungen. Geprägt wird die Unternehmenskultur bis heute vom Erfindergeist des Gründers Günter Knapp, der bereits in den 1950er-Jahren mit seinen Ideen technologische Probleme der damaligen Zeit löste. Was 1952 als Einzelunternehmen mit zwei Mitarbeitenden in Graz begann, hat sich seither zu einem internationalen Konzern mit rund 9.000 Beschäftigten und 60 Standorten weltweit entwickelt. 

cellumation: Hersteller

cellumation ist ein Innovationstreiber im Bereich der Materialflusstechnologie und bekannt für seine fortschrittlichen Lösungen zur Automatisierung von Logistikprozessen. Die dort entwickelte, patentierte celluveyor Technologie ermöglicht komplexe Materialflussbewegungen auf kleinsten Flächen mit hohen Geschwindigkeiten. Durch die modulare Bauweise ist der celluveyor unbegrenzt flexibel im Layout, einfach in der Wartung und schnell im Aufbau.

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SICK: Anwender

SICK zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Sensorlösungen für die industrielle Automatisierung. Die Stärke des Unternehmens liegt in der Kombination aus technologischer Innovationskraft und einem tiefen Verständnis für die Anforderungen der eigenen Kunden – Eigenschaften, die sich auch in der Auswahl der eigenen Technologiepartner widerspiegeln. Am Standort Kunsziget in Ungarn setzt SICK seit Oktober 2023 vier cv.GO-Einheiten als Rotation Unit am Übergabepunkt zum neuen automatisierten Kleinteilelager ein.

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KNAPP: Integrator

KNAPP entwickelt und produziert intelligente Anlagensysteme unter dem Einsatz modernster Digitalisierungs-, Software-, Automatisierungs- und Robotik-Lösungen. Geprägt wird die Unternehmenskultur bis heute vom Erfindergeist des Gründers Günter Knapp, der bereits in den 1950er-Jahren mit seinen Ideen technologische Probleme der damaligen Zeit löste. Was 1952 als Einzelunternehmen mit zwei Mitarbeitenden in Graz begann, hat sich seither zu einem internationalen Konzern mit rund 9.000 Beschäftigten und 60 Standorten weltweit entwickelt. 

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cellumation: Hersteller

cellumation ist ein Innovationstreiber im Bereich der Materialflusstechnologie und bekannt für seine fortschrittlichen Lösungen zur Automatisierung von Logistikprozessen. Die dort entwickelte, patentierte celluveyor Technologie ermöglicht komplexe Materialflussbewegungen auf kleinsten Flächen mit hohen Geschwindigkeiten. Durch die modulare Bauweise ist der celluveyor unbegrenzt flexibel im Layout, einfach in der Wartung und schnell im Aufbau.

„Die modulare Bauweise und das kompakte Design bieten maximale Flexibilität bei minimalem Platzbedarf. Die Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen, technischer Offenheit und einem gemeinsamen Innovationsanspruch. Wir tauschen uns regelmäßig aus und entwickeln gemeinsam neue Ansätze.“

Laszlo Varga

Head of Supply Chain Management | Global Supply, SICK AG

Rotation auf cv.GO

Optimale Rotationseinheit

Der Prozess im Detail

Am Übergabepunkt zum automatisierten Kleinteilelager laufen die Behälter aus der Produktion bzw. dem Wareneingang zu. Eine SICK-Lichtschranke erkennt den ankommenden Behälter und löst das passende, hinterlegte Bewegungsprofil aus. Je nach Behältergröße drehen die vier cv.GO-Einheiten den Behälter um 90° von längs auf quer oder lassen ihn geradeaus in Richtung AKL weiterlaufen – bei hoher Geschwindigkeit und maximaler Prozesssicherheit.

Das gesamte System läuft zu 100 % elektrisch über eine 48-VDC-Stromversorgung. Die Integration verlief unkompliziert im Sinne eines Plug-and-Play-Systems. Die Ersatzteilvielfalt ist bewusst gering gehalten – im Wesentlichen Omniwheels, Riemen oder die komplette Zelle –, wodurch Reparaturen auch durch nicht spezialisiertes Personal in kurzer Zeit möglich sind. Die cv.GOs sind zudem in das abgesicherte SICK/KNAPP-Netzwerk eingebunden und via VPN erreichbar, sodass sich die Parameter eines Bewegungsprofils auch remote anpassen lassen.

„Er ist robust, wartungsarm und einfach zu integrieren – ein echtes Plug-and-Play-System. Die geringe Ersatzteilvielfalt und die Möglichkeit zum Remote-Support machen ihn besonders effizient. Im Vergleich zu Drehtellern ist der cv.GO energieeffizienter, verschleißärmer und platzsparender. Die Wartung ist unkompliziert und die Betriebskosten sind deutlich geringer.”

Laszlo Varga, SICK AG

Über das Projekt hinaus

Eine Partnerschaft, die weiterträgt: SICK und cellumation

Die Zusammenarbeit zwischen SICK und cellumation reicht deutlich über das Projekt in Kunsziget hinaus. In der klassischen celluveyor-Produktlinie, etwa bei Depalettier- oder Palettierlösungen mit integriertem Vision-System, setzt cellumation auf die Visionary-T Mini 3D-Kamera von SICK, um daraus eine präzise Bewegungssteuerung abzuleiten.

Ihren Ursprung nahm diese technologische Partnerschaft bereits früh in der Unternehmensgeschichte von cellumation: Nach ersten Erfahrungen mit 3D-LiDAR-Sensoren und experimentellen 3D-Vision-Kameras aus dem Konsumerbereich suchten die Gründer gezielt nach einer robusten, industrietauglichen Lösung und wurden über eine Pressemeldung auf die neuen Visionary-Kameras von SICK mit ihrer 3D-Snapshot-Technik aufmerksam. Im Gegensatz zu klassischen Laserscannern, die bei bewegten Objekten sogenannte Motion-Artefakte erzeugen, liefert die Visionary-T Mini durch die kurze Einzelbelichtung präzise Aufnahmen ohne Bewegungsunschärfe: Bis zu 30 Bilder pro Sekunde als dreidimensionale Punktwolke. Diese wird bereits kameraseitig vorverarbeitet und lässt sich anschließend sehr gut segmentieren, sodass sich bewegte Objekte klar von stationären Elementen wie dem Tisch unterscheiden lassen. So entsteht ein schneller, geschlossener Regelkreis für eine exakte Bewegungssteuerung.

Visionary T-Mini

Die Zusammenarbeit mit SICK ist partnerschaftlich, geprägt von Innovationsfreude und einem offenen, lösungsorientierten Austausch. Wir schätzen die schnelle Reaktionsfähigkeit und das gemeinsame Ziel, den Materialfluss kontinuierlich zu verbessern.

Dr. Claudio Uriarte

CTO & Co-Founder, cellumation

Fazit

Warum die cv.GO Rotationseinheit die ideale Lösung für SICK ist:

Robuste Zuverlässigkeit: Seit Oktober 2023 sind vier cv.GO-Einheiten am Standort Kunsziget im Dauereinsatz. Die geringe Ersatzteilvielfalt und die modulare „One-Model-Hardware” sorgen für kurze Reparaturzeiten – auch durch nicht spezialisiertes Personal.

Hohe Flexibilität: Die individuelle Steuerbarkeit der Omniwheels erlaubt Rotation und Linearförderung in einem einzigen Modul – auf kleinstem Raum, ohne zusätzliche Einschränkungen in der Raumplanung.

Effiziente Raumnutzung: Der begrenzte Platz am Übergabepunkt zum AKL war eine der zentralen Herausforderungen – der kompakte Aufbau des cv.GO löst dies, ohne dass ein zusätzlicher Sicherheitsbereich nötig wird.

Energieeffizienz: Das System läuft zu 100 % elektrisch über 48-VDC-Stromversorgung. Da sich beim cv.GO nur die Omniwheels bewegen und nicht der komplette Förderer, sinken Verschleiß und Energieaufwand gegenüber klassischen Drehteller-Lösungen spürbar.

Einfacher Remote Support: Die cv.GOs sind in das gesicherte SICK/KNAPP-Netzwerk eingebunden und via VPN erreichbar – Bewegungsprofile lassen sich remote anpassen, ganz ohne Vor-Ort-Einsatz.

KLT (Kleinladungsträger) auf celluveyor
KLT (Kleinladungsträger) Rotation auf celluveyor

Aus unserer Sicht ist der celluveyor eine ideale Lösung, wenn Flexibilität, kompakte Bauweise und schnelle Bewegungsabläufe gefragt sind – besonders bei komplexen Materialflussanforderungen.

Laszlo Varga

Head of Supply Chain Management | Global Supply, SICK AG

cv.DEPAL

Das kompakte & leistungsstarke System zum depalletieren

cv.PAL

Automatisiert beliebige Palettenlagen formen

cv.GO

Eckumsetzer, Ausschleuser, Rotation und mehr

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