FAQ zum celluveyor von cellumation
Wir bei cellumation entwickeln skalierbare Intralogistiksysteme – im Zentrum steht unsere modulare Technologie: der celluveyor. Der Name setzt sich zusammen aus dem englischen Begriff “conveyor” (Förderanlage) und dem elementaren Baustein unseres Systems: der Zelle (cell). Dieses FAQ enthält Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Technologie, Funktionsweise und Integration des celluveyor. Ihre spezifische Frage ist nicht aufgeführt? Kein Problem – über diesen Kanal erreichen Sie direkt unser Expertenteam.
Funktionen & technische Daten
Welche Funktionen der Fördertechnik kann der celluveyor ausführen?
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Die celluveyor-Produktreihe besteht aus folgenden Lösungen:
cv.SINGULATE – 2D-Bulk Singulierung
Der cv.SINGULATE vereinzelt und orientiert Objekte effizient. Er formt ungeordnete Objektmengen in einen geordneten Materialfluss mit definierten Mindestabständen. Um eine prozessstabile Übergabe bei Stau oder Abweichungen sicherzustellen, ermöglicht der celluveyor auch das temporäre Puffern von Objekten. Eine Ausschleusung auf mehr als einen Ausgang ist möglich.
cv.CROSSDOCK – Multi-Inbound-Sortierung
Der cv.CROSSDOCK ermöglicht das flexible Verteilen und Übergeben in der vordefinierten Orientierung von Objekten zwischen beliebig vielen Ein- und Ausgängen.
cv.DEPAL – Palettenlagenvereinzelung
Der cv.DEPAL vereinzelt Palettenlagen jeder Art. Die Lagen werden automatisch auf bis zu 3 Ausgängen vereinzelt, ausgerichtet und mit definierten Abständen separiert.
cv.PAL – Lagenbildung im Palettierprozess
Der cv.PAL formt schnell und präzise Lagenmuster für die Palettierung, selbst wenn Objekte fehlerhaft positioniert oder falsch ausgerichtet ankommen.
cv.INDUCT – Genaue Objektzuführung
Der cv.INDUCT übernimmt die präzise Übergabe im richtigen Abstand und der richtigen Orientierung von Objekten an einen Beschleunigungsförderer zur Zuführung an einen weiteren Materialfluss – in korrekter Mindestabständen, Geschwindigkeit und Ausrichtung.
cv.ROTATE – Präzise Objektdrehung
Der cv.ROTATE ermöglicht die flexible und präzise Drehung von Objekten in eine vordefinierte Ausrichtung – unabhängig von ihrer Eingangslage.
cv.GO – Multifunktionsmodul
Der cv.GO vereint verschiedene Förderfunktionen wie Drehen, Ausschleusen, Kurvenfahrt und Eckumsetzung in einem kompakten, modularen System. Diese Bewegungsprofile können flexibel kombiniert und innerhalb eines Prozesses nahtlos miteinander verknüpft werden, um komplexe Transportaufgaben auf engstem Raum abzubilden.
cv.GO als Drehstation – Drehstation und Rotiereinheit
Der cv.GO als Drehstation ermöglicht das präzise Neuausrichten von Fördergütern um 90 bis 180 Grad – auch bei großen und sperrigen Objekten. Die Rotation erfolgt dabei auf minimaler Fläche, was ihn ideal für kompakte Layouts und kritische Platzverhältnisse macht.
Wie hoch ist die Mindestbauhöhe des celluveyor?
Die Mindestbauhöhe des celluveyor beträgt 300 mm für den Einbau der Zellen, hinzu kommen ca. 100 mm für den Kabelanschluss. Mit Ausnahme des Moduls cv.GO benötigt der celluveyor zudem freien Raum oberhalb der Zellenoberfläche zur Integration des Kamerasystems. Die Montagehöhe und Position der Kamera sind layout- und funktionsabhängig und werden individuell an die spezifische Systemkonfiguration angepasst.
Welche Steuerung und Schnittstellen sind verfügbar?
Unsere celluveyor lassen sich je nach System über folgende Schnittstellen mit umliegenden Systemen verbinden:
- EtherNet/IP
- PROFINET
- Digitale I/O
Bei Sonderwünschen ist eine Erweiterung über Adapter möglich.
Gibt es ein Kamerasystem zur Objekterkennung und wie wird sichergestellt, dass alle Objekte den korrekten Ausgang erreichen?
Ja – mit Ausnahme des cv.GO nutzen alle celluveyor 3D-Time-of-Flight (ToF) Kameratechnologie zur Objekterkennung und -verfolgung. Das Vision-System ist das „Auge der Software“: Es erkennt die Objekte und gibt die richtigen Impulse für die gewünschten Bewegungen. Die dabei in Echtzeit erfassten Daten werden an die Steuerungssoftware übermittelt, die auf Basis dieser Informationen die Bewegung der Objekte anpasst. Abweichungen von der Sollbahn werden automatisch erkannt und korrigiert. Dadurch wird eine präzise Zielzuweisung gewährleistet.
Integration & Konfiguration
Wie erfolgt die Integration in mein Materialfluss- und IT-System?
In den meisten Fällen fügt sich der celluveyor als „Plug’n‘Play“-System einfach in das übergeordnete Materialflusssystem ein. Das übergeordnete System kommuniziert mit einer gängigen Schnittstelle mit dem celluveyor (u.a. und abhängig vom celluveyor:. EtherNet/IP, PROFINET, Digitale I/Os) . Die Anweisungen sind simpel und werden dann durch den celluveyor in komplexe Bewegungen umgewandelt. Umfangreiche Programmierarbeit in der SPS Ihres Materialflusssystems ist nicht notwendig. Ihr System nennt uns die Aufgabe, der celluveyor löst sie unabhängig und übernimmt die Bewegungslogik der Objekte auf seiner Fläche.
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Mit welchem Programm erfolgt die Programmierung des celluveyor?
Eine eigenständige Programmierung ist nicht erforderlich. Das System wird als vollständig vorprogrammiertes Modul geliefert und kann über standardisierte Schnittstellen wie z.B. Digital I/O oder PROFINET durch einfache Steuerbefehle integriert und bedient werden. Nähere Informationen finden Sie auf den Produktseiten
Wie konfiguriere ich einen celluveyor?
Eine manuelle Konfiguration des celluveyor ist nicht erforderlich. Das System erhält alle notwendigen Steuerinformationen automatisch über:
- Standardisierte Schnittstellen (z. B. Digital I/O, PROFINET)
- Paketinformationen (z. B. Barcodes oder Positionsdaten)
Nach der Inbetriebnahme arbeitet der celluveyor autonom basierend auf diesen Eingaben.
Erweiterte Softwaretools (optional):
cv.GO APP: Ermöglicht die Gestaltung individueller Bewegungsmuster wie Rotationen, Eckumsetzungen oder Kurvenfahrten. Über eine benutzerfreundliche GUI (Graphical User Interface) können kundenseitig Anpassungen und Änderungen an den Bewegungsprofilen einfach vorgenommen werden.
cv.PAL APP: Für die Planung und Konfiguration von Palettenlagen. Über eine benutzerfreundliche GUI (Graphical User Interface) können kundenseitig auch im laufenden Prozess Palettenlagen hinzugefügt und angepasst werden.
Wartung & Sicherheit
Welche Wartungsmaßnahmen sind erforderlich?
Dank der One-Model-Hardware Technologie, des modularen Aufbaus und der Remote-Service-Möglichkeiten ist der Wartungsaufwand minimal. Die Wartung erfolgt in der Regel im Rahmen planmäßiger Intervalle. Verschleißteile wie Riemen oder Räder können bei Bedarf unkompliziert und ohne Werkzeug in wenigen Minuten ausgetauscht werden. Diese können im Rahmen von standardisierten Ersatzteilpaketen erworben und nach Bedarf auf Lager gelegt werden.
Was passiert, wenn eine Zelle defekt ist?
Die Zellen des celluveyor sind robust und für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. Im Falle eines Zellenausfalls erfolgt eine automatische Detektion. Der Defekt wird über das System diagnostiziert und entsprechend gemeldet. Der Austausch einer Zelle kann durch kundenseitiges Wartungspersonal mit Standardwerkzeug (z. B. Schraubendreher) in weniger als fünf Minuten durchgeführt werden. Durch die sechsfache Redundanz im Antriebsverbund übernehmen umliegende Zellen nahtlos die Funktion der ausgefallenen Einheit. In Kombination mit dem integrierten Vision-System werden transportierte Objekte automatisch neu ausgerichtet und präzise in die Soll-Position gebracht. Zellen können mühelos beim Aufstellungsort bevorratet werden, sodass im Falle eines Defekts, der Austausch direkt erfolgen kann.
Wie läuft der Austausch einer Zelle ab? Ist dafür spezialisiertes Personal erforderlich?
Der Austausch einer Zelle erfolgt schnell und unkompliziert und kann ohne großes Vorwissen von ihren Kolleginnen und Kollegen vor Ort durchgeführt werden.
Ablauf:
- Die Identifikation der defekten Zelle ist über ein HMI mühelos möglich. Dort wird die auszutauschende Zelle angezeigt.
- Der celluveyor wird gestoppt und vollständig vom Stromnetz getrennt.
- Die defekte Zelle wird durch das Lösen von sieben Schrauben demontiert.
- Die vorhandenen Kabelverbindungen werden auf die Ersatz-Zelle umgesteckt.
- Anschließend wird die neue Zelle mit denselben sieben Schrauben befestigt.
- Das System wird wieder eingeschaltet.
Nach dem Einschalten erkennt das System die neue Zelle automatisch. Innerhalb weniger Minuten ist der celluveyor wieder vollständig betriebsbereit.
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Wie steht es um die Sicherheit?
Alle Module sind CE- und die Systeme mit Visionsystem UL-zertifiziert, haben eine Schutzklasse von IP54 und einen Geräuschpegel unter 70 dB(A). Im Gegensatz zu konventionellen Materialflusssystemen ist beim celluveyor keine Einhausung durch Schutzvorrichtungen erforderlich.
Gibt es eine HMI (Human-Machine Interface)?
Ja, bei allen Modulen außer dem cv.GO, ist optional ein HMI-Display verfügbar.
Das HMI bietet eine intuitive Benutzeroberfläche zur Überwachung, Wartung und Interaktion mit dem System in Echtzeit. Darauf werden unter anderem der Systemstatus, Betriebsmodi, Diagnosedaten, sowie Fehlermeldungen und Wartungshinweise visualisiert. So erhalten Bediener einen schnellen Überblick über den Systembetrieb und können im Bedarfsfall unmittelbar eingreifen.
Objekte & Materialien
Welche Objekte können verarbeitet werden?
Unsere celluveyor-Technologie ist auf maximale Flexibilität ausgelegt und kann eine Vielzahl unterschiedlicher Objekte und Materialien zuverlässig verarbeiten. Für eine optimale Förderstabilität empfiehlt sich ein möglichst flacher und fester Objektboden, um eine gleichmäßige Kraftübertragung zu gewährleisten. Auch Objekte mit leicht nachgiebigen oder unregelmäßigen Unterseiten können – abhängig von Form, Gewicht und Material – individuell geprüft und bewertet werden. Sprechen Sie uns gerne an, um die Förderfähigkeit Ihrer Produkte zu evaluieren.
Technische Mindestanforderungen an die Förderobjekte:
- Min. Objektgröße: 150 x 150 x 1 mm (cv.PAL: min. Höhe 20 mm)
- Min. Gewicht: 100 g
- Max. Flächenpressung: 400 kg/m²
Lassen Sie uns Ihre Waren testen!
Kann meine Ware vorab getestet werden?
Ja, grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Ihre Produkte, Waren und Verpackungen in unserer Testumgebung zu prüfen. So können wir gemeinsam evaluieren, wie sich Ihre spezifischen Objekte auf unseren Systemen verhalten.
Nach Abschluss der Tests erhalten Sie eine umfassende Analyse der Testergebnisse – inklusive Einschätzungen zu Förderbarkeit, Positioniergenauigkeit, Taktzeiten sowie möglichen Optimierungspotenzialen. Auf dieser Basis können wir gezielt Empfehlungen für den optimalen Einsatz der celluveyor-Technologie in Ihrer Anwendung aussprechen.
Sprechen Sie uns gerne an – wir prüfen individuell, ob ein Test für Ihre Waren sinnvoll und möglich ist.
Vertrieb & Lieferung
Wie erfolgt der Vertrieb?
Der celluveyor ist ein modulares Fördersystem für den automatisierten und flexiblen Materialfluss innerhalb der Intralogistik. Er wird über qualifizierte Systemintegratoren vertrieben, die den celluveyor in komplexe Förder- und Automatisierungsanlagen integrieren. Der Erwerb erfolgt im Rahmen eines ganzheitlichen Projektansatzes durch Ihren bevorzugten Integrationspartner.
Sie haben noch keinen Systemintegrator?
Wir kooperieren mit einem Netzwerk erfahrener Integratoren, die auf Fördertechnik und Materialflusssysteme spezialisiert sind. Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie bei der Auswahl eines passenden Partners für Ihr Vorhaben.
Sie sind Systemintegrator im Bereich Intralogistik?
Als Systemintegrator erhalten Sie den celluveyor exklusiv direkt von uns. Wir bieten technische Beratung und Schulungen sowie Unterstützung bei Planung, Auslegung und Integration in Ihre intralogistischen Gesamtsysteme.
Sprechen Sie uns an, um individuelle Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen.
Wie gestaltet sich die Kostenstruktur des celluveyor?
Jetzt kontaktieren!
Welche Informationen benötigt cellumation zur Angebotserstellung?
- den zu transportierenden Objekten (Abmessungen, Gewicht, Eigenschaften)
- dem gewünschten Materialfluss bzw. Prozessablauf
- den Systemanforderungen (Taktzeiten, Förderstrecken, Schnittstellen etc.)
- gegebenenfalls vorhandene Platzverhältnisse oder Integrationsumgebungen
Auf Basis dieser Informationen analysieren wir die Anforderungen und prüfen, wie sich Ihr Anwendungsfall mit dem celluveyor effizient umsetzen lässt. Gerne beraten wir Sie im Rahmen einer technischen Machbarkeitsprüfung.
Wie sind die Lieferzeiten?
Die Lieferzeiten hängen vom gewählten Modul und der kundenspezifischen Konfiguration ab. In der Regel wird nach einer gemeinsamen Planungsphase eine projektspezifische Lieferzeit vereinbart.
Ist der Erwerb einzelner Zellen ohne Software und eigene Programmierung möglich?
Nein – der celluveyor ist als integriertes System konzipiert, bei dem Hard- und Software funktional aufeinander abgestimmt sind. Eine separate Nutzung oder eigenständige Programmierung einzelner Zellen ist nicht vorgesehen.
Die Steuerungslogik, Bewegungsalgorithmen und Sicherheitsfunktionen sind in die Systemsoftware eingebettet und eng mit der Hardwarearchitektur verzahnt. Aus diesem Grund erfolgt die Auslieferung der Zellen ausschließlich im vollständigen Systemverbund inklusive der zugehörigen Softwarekomponenten.
Dies gewährleistet eine zuverlässige Funktion, vollständige Unterstützung im Betrieb sowie die Einhaltung technischer und sicherheitsrelevanter Standards.
Wo werden die Systeme produziert?
Die Fertigung und Entwicklung erfolgt in Deutschland (Bremen).
Vorteile für Systemintegratoren & Endanwender
Wie unterstützt cellumation Systemintegratoren?
- Technische Dokumentation und Integrationssupport
- Beratung, Schulungen & Remote-Support
- Digitaler Zwilling für jeden celluveyor zur Fehlervermeidung, Analyse und Diagnose
- Simulation des Anlagenverhaltens vor Inbetriebnahme zur Validierung von Steuerungslogik und Materialfluss
- Gängige industrielle Schnittstellen (u.a. EtherNet/IP, Digital I/O, PROFINET und weitere)
Welche Vorteile ergeben sich für Endanwender?
- Hohe Prozesssicherheit: Integrierte Sensorik und intelligente Überwachung sorgen für stabile Betriebsabläufe
- Schnelle Inbetriebnahme: Vorkonfigurierte Module und Software beschleunigen die Implementierung
- Einfache Anpassung an neue Anforderungen: Durch die intelligente Softwaresteuerung kann der celluveyor durch ein Update neuen Anforderungen begegnen. Neue Softwarefeatures lassen sich mühelos integrieren.
- Reduzierter Flächenbedarf: Mehrere Bewegungsfunktionen (z. B. Sortieren, Drehen, Ausrichten) auf einer Fläche kombinierbar
- Energieeffizienter Betrieb: Intelligente Motorsteuerung reduziert Energieverbrauch bei gleichbleibender Leistung
- Wartungsfreundlichkeit: Schneller Austausch einzelner Zellen durch Plug-and-Play-Prinzip
Gibt es Schulungen oder Trainings?
Ja, cellumation bietet Trainings für Integratoren, Techniker und Bedienpersonal – sowohl vor Ort als auch remote.
Nico Loibersbeck
Sales
Wir lieben unsere Technologie und sprechen gerne darüber. Es sind noch Fragen offen?